Anhaltende Trauer

Anhaltende Trauer

Was ist anhaltende Trauer?

Wenn die Trauer intensiver ist und länger andauert, spricht man von anhaltender Trauer. Es können weitere Beschwerden auftreten, zum Beispiel ein starkes Sich-Sehnen nach der verstorbenen Person und Schwierigkeiten, den Tod zu akzeptieren. Man vermeidet Erinnerungen an den Tod des Bruders oder der Schwester, weil sie so schmerzhaft sind. Gleichzeitig kann es dazu kommen, dass sich unangenehme Erinnerungen und Bilder immer wieder aufdrängen, zum Beispiel Bilder vom Unfall oder wie man über den Tod informiert wurde. Manche Personen fühlen sich emotional taub und denken, dass das eigene Leben seit dem Verlust unerfüllt, leer und sinnlos ist. Sie ziehen sich dann zurück, treffen sich nicht mehr mit Freunden und haben keine Lust etwas zu unternehmen. Vor allem wenn der Bruder oder die Schwester gewaltsam gestorben ist kann es zu anhaltender Trauer kommen. Sie kann sehr quälend sein und sollte professionell, also von einem Psychologen oder Arzt behandelt werden.

Kennzeichen von anhaltender Trauer:

  • starkes Sich-Sehnen nach dem verstorbenen Bruder/ Schwester
  • Gefühl, dass das eigene Leben keinen Sinn mehr hat
  • Schwierigkeiten, den Tod zu akzeptieren
  • Vermeiden von Erinnerungen, die mit dem Tod zu tun haben
  • Unfähigkeit, anderen seit dem Verlust zu vertrauen
  • Schwierigkeiten, das eigene Leben fortzuführen (Hobbies nachgehen, Probleme in der Schule und im Beruf)
  • Emotionale Taubheit („Ich kann gar nichts mehr fühlen.“)
  • die Beschwerden sind auch 6 Monate nach dem Tod noch vorhanden